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Frankfurt, 06.11.2002
Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Liebe Mitglieder des Zentralkomitees
und des Politbüros - hier ein Auszug aus meiner eiligen Deppesche von gestern
an uns Jürgen Trittin:
Lieber Jürgen,
herzlich willkommen zurück aus Neu-Delhi vom Klima- Kongress im Geiste von Kyoto.
Mit großem Genuss konnten wir hier Deine Wortgewitter genießen, die Du über
die CO2-Sünder, allen voran der große Scheitan USA, herniedergehen ließest.
Danke, Jürgen!Unsere amerikanischen Freunde, deren Wirtschaft auch am Fliegenfänger hängt, sollen doch bloß nicht glauben, dass der einsame Wachtturm zu Berlin nicht rund um die Uhr besetzt ist. Während Du zu Neu-Delhi zu verweilen geruhtest, hat doch dieses Schlitzohr von Präsident in Equador heimlich den einen Vulkan entlüften wollen, nachts. Das ging aber in die Hose, weil die Druckminderungsventile nicht von Babcock waren und somit auch nie einen deutschen TÜV-Beamten zur Inspektion hatten. Und hinterher stellte er sich blöd. Tja, Paragraph eins, Murphy's Law: Was immer schief gehen kann, geht auch schief oder auf Englisch: Shit happens! Vergiss bitte nicht den Bußgeldbescheid nach Equador zu schicken. Ein bisschen höher dürfte er schon ausfallen als beim Ätna. Wo bleiben übrigens die Kostenvorschläge für die edelstahlarmierten Vulkandeckel (18/4er) von HOCHTIEF? Für den Ätna dachte ich an einen Mount St. Helen Memorial-Deckel, damit die Nachwelt mal sieht, wie der Mount St. Helen vor der Eruption aussah. Und für Equador an das Modell Kilimandscharo, wegen der Touristen. OK? So, das wär's für heute. Grüße aus Frankfurt Dein Michael |
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